Blick zu den Roten Spitzen

Eines der noch sichtbaren Zeugnisse des Wirkens Friedrich I. Barbarossas in Altenburg

Blick auf die Ausgrabungen an den Roten Spitzen

Hier konnten die Archäologen in den letzten Jahren viele interessante Zeugnisse aus Barbarossas Zeiten dokumentieren

Herzlich willkommen auf den Wegen zum Mittelalter!

Die Lebenswelten des Mittelalters sind für die Menschen des 21. Jahrhunderts erstaunlich anziehend. Kaum eine traditionsreiche Region in Europa, die nicht Ereignisse ihrer Geschichte zum Anlass aufwendig inszenierter Mittelalterfeste und -märkte nimmt.

Das Projekt „Wege zum Mittelalter – Staufische Erinnerungsorte zur Stärkung der regionalen und europäischen Identität“ macht auf Orte in Thüringen und in anderen deutschen sowie europäischen Regionen aufmerksam, die repäsentativ und exemplarisch die regionale Entwicklung im 12., 13. und 14. Jahrhundert erklären. Der Einfluss der Staufer auf die Entwicklung der Regionen, die Errichtung von Burgen und Klöstern, die Gründung von Städten und Dörfern veränderten die Lebensbedingungen einschneidend. Allerdings leiteten sich der wirtschaftliche Aufschwung und das Bevölkerungswachstum ab der Mitte des 12. Jahrhunderts erheblich aus der Entwicklung der Landwirtschaft ab. Daher werden nicht nur herrschaftliche Bauten und mittelalterliche Städte die „Wege zum Mittelalter“ bestimmen, sondern die Entwicklung der Dörfer, der Ausbau der Infrastruktur, technische Neuerungen im Handwerk und die wachsende Nutzung der heimischen Flora, Fauna und der Bodenschätze eine wesentliche Rolle spielen.

„Wege zum Mittelalter“ ist ein Projekt der Barbarossa- Stiftung Altenburg, das die verbindenden historischen Wurzeln der LEADER-Regionen wissenschaftlich erforscht und für eine gemeinsame Identität stiftende Präsentation über Regionen und Ländergrenzen hinweg zur Verfügung stellt.

Die „Wege zum Mittelalter“ führen zu Orten, an denen die staufischen Kaiser sich tatsächlich aufgehalten haben oder aufgehalten haben sollen oder die durch deren politische Einflussnahme maßgeblich in ihrer Entwicklung beeinflusst wurden. Dabei zielt der Begriff der „Orte“ nicht ausschließlich auf Baudenkmale, Museen oder Burgen, sondern ebenso auf Flächendenkmale, Wüstungen, historische Straßen- und Wegeführungen oder Furten.