Glossar

Handbüchse

Frühe Form einer Handfeuerwaffe

Als früheste Form einer Handfeuerwaffe ist die Handbüchse zu nennen, die auch als Lotbüchse, Knallbüchse, Faust- bzw. Handrohr bezeichnet wird. Die ersten Knallbüchsen tauchten Ende des 14. Jahrhunderts in Italien und in der Schweiz auf. Diese geschmiedeten oder aus Bronze gegossenen Rohre waren 30 bis 40 cm lang und als Munition dienten ihnen hauptsächlich Bleikugeln (Lot). Sie wurden entweder auf einem schmalen Holzbalken mittels Eisenbändern fest montiert oder am hinteren Ende an einer Holz- bzw. Eisenstange befestigt. Diese Handbüchse stemmte man mit dem Stiel in den Boden, klemmte sie in die Achselhöhle, legte sie auf die Schulter, stemmte sie gegen die Brust oder hielt sie mit beiden Händen frei vor sich. Genaues Zielen war so natürlich nicht möglich. Weitere Informationen erhalten Sie unter dem Stichwort "Handfeuerwaffe". (Text: Stefan Grathoff)

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